Max im Ilianeum

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Bildung: Bayern fällt bei Pisa hinter Sachsen zurück

November 18, 2008 · 1 Kommentar

Nach der neuen Pisa-Studie hat Bayern seinen Spitzenplatz in der Schülerbildung eingebüßt. Das ostdeutsche Bundesland Sachsen hat Bayern überholt, vor allem wegen der Kompetenz der Schüler in den naturwissenschaftlichen Fächern. Danke ,Herr Ex-Minister Schneider für Ihr Vermächtnis. Denn der Philologenverbandes hat auch schon den Grund des Erfolges in Sachsen ausfindig gemacht: Kleinere Klassen und genügend Lehrer vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern. Während in Bayern verzweifelt Quereinsteiger für solche Fächer gesucht werden, weil der studentische Nachwuchs fehlt, gibt es in Ländern nach Angaben des Lehrerverbandes sogar genügend Kräfte als Lehrerreserve bei Erkrankungen. Das sollte doch für den neuen Schulminister Spaenle (CSU) und Wissenschaftsminister Heubisch (FDP) Anreiz genug sein, das schnellstmöglich zu ändern, damit Bayern wieder Spitze wird.

Kategorien: Bayern · Bildungspolitik · Regierung · Wissenschaftspolitik
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Nur 2/3 der Abgeordneten des Landtages haben eine Homepage

November 4, 2008 · Kommentar schreiben

113 der 187 Volksvertreter im Maximilianeum haben eine eigene Homepage. 141 MdL’s sindt auch per E-Mail erreichbar, so ergibt eine Auflistung auf der Website des Bayerischen Landtages. „Immerhin“, wird der geneigte bayerische Wähler sagen. Aber halt, in Zeiten wo schon fast jedes Schulkind eine eigene Internet-Präsenz besitzt, sind 46 Abgeordnete für den Wähler nicht per Email erreichbar? Haben die Leute, die von den Bürgern gewählt wurden kein Interesse, ein Feedback über ihre Arbeit zu bekommen?

Anfang des 21. Jahrhunderts sollte man von Volksvertretern erwarten können, dass sie Präsenz auch in den neuen Medien zeigen. Indem sie ihre Arbeit auf einer Homepage transparent machen und schnell und unbürokratisch vom Bürger ansprechbar sind. Da gilt auch nicht die Ausrede vieler, dass sie jetzt erst neu in den Landtag gewählt worden sind. Auch ernstzunehmende Kandidaten sollten ihre Ziele und Absichten schon vor der Wahl auf ihrer Internet-Plattform deutlich machen.

Besonders traurig, ist die Präsenz der Freien Wähler im Internet. Von 21 Abgeordneten sind gerade einmal 2 Abgeordnete im Bavarian Wide Web vertreten, nämlich der ehemalige Landrat von Freyung-Grafenau, Alexander Muthmann und die ehemalige CSU-Rebellin Gabriele Pauli. Bei der FDP glänzen 10 von 16 Abgeordneten mit ihrer Abwesenheit in der modernen Welt. Selbst bei den Grünen finden es sechs der 19 Mandatsträger nicht für nötig, sich den Wählern im Internet vorzustellen. Wenn das der Gradmesser für die Qualität der Öffentlichkeitsarbeit der Abgeordneten ist, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie nach der nächsten Wahl wieder in Vergessenheit geraten sind.

Kategorien: Abgeordnete · CSU · FDP · Freie Wähler · Parlament
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Tanzverbot in der Halloween-Nacht und der Koalitionsvertrag

Oktober 29, 2008 · Kommentar schreiben

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist die Halloween-Nacht. Ab Mitternacht gilt in Bayern ein Tanzverbot, da der 1. November (Allerheiligen) ein sogenannter „Stiller Feiertag“. Das CSU-geführte bayerische Innenministerium hat die kreisfreien Städte und Landkreise angewiesen, das Tanzverbot durchzusetzen und Ausnahmen, wie sie früher öfter großzügig gehandhabt wurden, nicht zu erteilen. Doch jetzt tritt die FDP in die Staatsregierung ein. Die Partei ist für eine strenge Trennung von Staat und Kirche und hat sich auch schon öfters dahingehend geäußert, dass das Tanzverbot nicht mehr ganz zeitgemäß ist.

Max hat sich einmal den Koalitionsvertrag angesehen, ob daraus heraus zu lesen ist, wie die schwarz-gelbe Staatsregierung mit so einem Thema umgeht. Erwartungsgemäß ist so ein Detail in dem Vertrag nicht festgelegt. Sieht man sich die einschlägige Werte-Formulierung an, erkennt man, dass diesen die christliche Partei – sprich CSU – formuliert und durchgesetzt hat: „Wir bekennen uns zur abendländischen Tradition und Kultur unseres Landes mit seinen christlich-jüdischen Wurzeln“. Das lässt darauf schließen, dass eine Änderung des Verhältnisses zur katholischen Kirche wohl nicht in Frage kommt.

Hoffnung gibt der zweite Halbsatz, in dem steht: „…das über die Jahrhunderte auch durch den Geist des Humanismus und der Aufklärung geprägt wurde.“ Eindeutig stammt er wohl aus der Feder der FDP-Verhandlungspartner. Dieses Hintertürchen könnte dann doch einmal dazu führen, dass das Feiertagsgesetz in Bayern einmal dem Zeitgeist angepasst wird. Vielleicht gelingt es, eine Regelung zu finden, bei der künftig in den Diskos und Clubs an Halloween die Musik nicht um Mitternacht ausgeschaltet werden muss und die Partygänger nach Hause geschickt werden müssen. Wenn gesetzlich verankert wird, dass der „Stille Feiertag“ nicht um Mitternacht, sondern erst um vier Uhr morgens beginnt, wäre das ein echter Fortschritt. Damit könnten die Kirchgänger leben, die an Allerheiligen ihre toten Angehörigen ehren wollen. Und damit könnten wohl auch die Leute in Bayern leben, die sich an Halloween vergnügen wollen.


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Seehofer – der bayerische „Master of Desaster“

Oktober 27, 2008 · Kommentar schreiben

Seehofer Heftig ist es heute im Landtag in der Debatte vor der Wahl zum neuen Bayerischen Ministerpräsidenten zugegangen. Sepp Daxenberger (Grüne) nannte Horst Seehofer „Master of Desaster“. SPD-Fraktionschef Franz Maget bezeichnete Seehofer als „Reservekandidat“, der von der CSU von der Besuchertribüne im Landtag heruntergeholt wird. Freie Wähler-Vorsitzender Hubert Aiwanger warnte Seehofer vor dem Schleudersitz auf den er sich begibt, den die CSU innerhalb nur eines Jahres bereits zweimal bei Stoiber und Beckstein ausgelöst habe.

Die Tatsache, dass Seehofer bei den Landtagswahlen nicht vom bayerischen Volk gewählt worden sei, war auch Thema in der Aussprache. Beckstein habe 265.000 Stimmen vom Volk erhalten, Seehofer keine einzige. Es sei „legal, aber nicht legitim“, dass der Bundespolitiker nun als Reservekandidat einspringen müsse. Er sei das Ergebnis der unüberbrückbaren Zerwürfnisse innerhalb der CSU, die sonst keine personelle Alternative zustande gebracht habe.

Grünen-Fraktionschef Sepp Daxenberger schenkte dem neuen MP einen Geschenkkorb. Darin waren gentechnikfreier Mais aus Waging am See, um den früheren Bundeslandwirtschaftsminister an seine Wahlkampfversprechen für ein gentechnikfreies Bayern zu erinnern. Außerdem enthielt er ein paar Schokoladenzigaretten, um Seehofer bei der Vereinbarung von Gesundheitsschutz und Liberalitas Bavariae zu unterstützen. Auch Bioeier „für die berüchtigten Seehofer’schen Eiertänze“ und ein großer Wetterhahn waren im Korb, damit der Ministerpräsident noch schneller prüfen könne wie sich der politische Wind dreht.

Mit den angrifflustigen Reden im Plenum wurde deutlich, dass im Bayerischen Landtag ein frischer Wind weht. Das verstörte einige CSU-Politiker der alten Garde. Schüttel-Schorsch sagte hinterher, dass die Debatte dem Anlass des Tages nicht angemessen gewesen sei. Die CSU-Fraktion wird sich erst noch daran gewöhnen müssen, dass die Zeiten der Zweidrittel-Mehrheiten ohne Widerspruch im Landtag vorbei sind.

Übrigens, vier Abgeordnete der CSU oder des Koalitionspartners FDP haben Seehofer die Nein-Stimme gegeben. Der ehemalige Bundes-Agrarminister wurde von 104 der 184 Abgeordneten gewählt.

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Hier ist der Koalitionsvertrag Bayern zwischen CSU und FDP zu finden

Oktober 26, 2008 · Kommentar schreiben

Wer sich über die Inhalte des Koaltionsvertrages zwischen der CSU und FDP zur Bildung einer gemeinsamen Regierung in Bayern informieren möchte, das Papier ist auf der CSU-Homepage hier zu finden. Max wird ihn sich in den kommenden Tagen kritisch durchsehen und dazu Stellung nehmen.

Der Koalitionsvertrag ist vom CSU-Parteitag am Samstag in München und vom FDP-Parteitag am Sonntag in Ingolstadt gebilligt worden.

Kategorien: CSU · FDP · Regierung
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Bayern LB-Skandal: Erwin Huber wirft das Handtuch

Oktober 22, 2008 · Kommentar schreiben

Erwin HuberDer bayerische Finanzminister und Verwaltungsrats-Vorstand der Landesbank Bayern (Bayern LB), Erwin Huber, wird nicht mehr der neuen Staatsregierung angehören. Das hat er heute in München bekannnt gegeben. Er zieht die Konsequenzen aus dem Landesbank-Skandal. Sie hat gestern bekannt gegeben, dass sie sich 6,4 Mrd. Euro an Überlebenshilfe holen muss. 5,4 Mrd. kommen dabei aus dem Rettungspaket des Bundes, 700 Millionen vom Freistaat Bayern und 300 Millionen von den Sparkassen. Alleine in Spekulationsgeschäften in Island hat die Bayern LB 1,5 Mrd. Euro versenkt.

Angeblich wurde die CSU-Regierung von der Höhe des Fehlbetrages der Landesbank überrascht. Verwaltungsrats-Vize und Sparkassenpräsident Siegfried Naser soll allerdings gesagt haben, dass die CSU-Verwaltungsräte bereits vor der Landtagswahl darüber informiert gewesen sein sollen, wie es mit der Bayern LB steht (siehe Eintrag davor). Der scheidende Ministerpräsident Günter Beckstein hat sich verärgert gezeigt und behauptet, überrascht worden zu sein. Wem soll man nun glauben?

Die FDP will zwar weiter mit der CSU koalieren, aber sie sieht den Zeitplan für den Abschluss der Koalitionsverhandlungen und die Wahl des Ministerpräsidenten in Gefahr. Die FDP will vorher die Risiken für den Haushalt und damit für den Steuerzahler abschätzen können.

Was würde eigentlich passieren, wenn der Ministerpräsident nicht gemäß Verfassung eine Woche nach der konstituierenden Sitzung, also bis zum 27. Oktober gewählt worden ist? Dann gibt es eine Schonfrist von weiteren drei Wochen. Die Koalitionspartner CSU und FDP müssen sich bis dahin zusammenraufen. Wenn nicht, dann könnte auch eine alternative Vierer-Koalition aus SPD, Freie Wähler, Grüne und FDP zustande kommen (was ziemlich unwahrscheinlich ist). Andernfalls muss die Landtagspräsidentin vier Wochen nach der konstituierenden Sitzung den Landtag auflösen und es würde zu Neuwahlen kommen.

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Das sind die fünf Vizepräsidenten des Bayerischen Landtages

Oktober 21, 2008 · Kommentar schreiben

Die neue Landtagspräsidentin ist Barbara Stamm (CSU). Ihr zur Seite stehen folgende fünf Vizepräsidenten:

1. Reinhold Bocklet, CSU
2. Prof. Dr. Paul Gantzer, SPD
3. Peter Meyer, Freie Wähler
4. Christine Stahl, Bündnis 90 / Die Grünen
5. Jörg Rohde, FDP

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Landtag beschließt LB-Bayern Sondersitzung

Oktober 21, 2008 · Kommentar schreiben

Bei der konstituierenden Sitzung des Bayerischen Landtages am Montag gab es große Einigkeit über alle Fraktionen hinweg. Einstimmig wurde für den kommenden Donnerstag eine Sondersitzung des Landtages beschlossen. In dieser soll über die Landesbank Bayern debattiert werden. Selbst die CSU stimmt zu. Auch der künftige Koalitionspartner FDP will Aufklärung über die Höhe des wahren Ausmaßes der Landesbank-Verluste haben. Da mussten die Christsozialen mitzuziehen.

Die Bayern LB nimmt als erste Bank in Deutschland die Hilfen des Rettungspaketes des Bundes in Anspruch. „Eine peinliche Situation für unser Land“, so bewertete der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Maget heute im Landtag die Situation. Maget forderte sogleich, dass Erwin Huber nicht mehr Finanzminister im neuen Kabinett werden darf. Denn er trage als Aufsichtsrat der LB Bayern die Verantwortung für die 3 bis 5 Milliarden Spekulationsverlust der Landesbank mit. Die Abgeordneten der Opposition wollen nun wissen, welche Haushaltsrisiken auf den Freistaat zukommen könnten. Das wird einen heftigen Schlagabtausch in der Sondersitzung geben.

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Inflation der Vizepräsidenten im neuen Landtag

Oktober 18, 2008 · 1 Kommentar

Bisher hatte der bayerische Landtag in München zwei Vizepräsidenten. Auf Betreiben der FDP wird jede in der neuen Legislaturperiode jede der der im Maximilianeum vertretenen Partein einen Vizepräsidenten stellen. Die Vizepräsidenten erhalten 9.624 Euro pro Monat zuzüglich einer satten steuerfreien Pauschale. Dazu kommen noch Büros und zusätzliches Personal für die Vizepräsidenten. Bisher durften sie auch mit einem eigenen Dienstwagen mit  Chauffeur durch die Gegend gondeln. Ob das auch für die neuen fünf Vizepräsidenten gelten soll, das soll erst noch ausgehandelt werden.  Bisher hat sich noch keine Partei im neuen Landtag über die Inflation der Vize beschwert. Ich meine, es ist übertrieben, neue Posten zu installieren, weil jetzt fünf Parteien im Maximilianeum vertreten sind. Zwei oder drei Vizepräsidenten hätten auch gereicht.  Danke, liebe FDP, für den ersten Akt von Steuerverschwendung auf Kosten der Bürger.

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